Lebenszykluskosten

Anschaffungskosten bzw. Anfangsinvestitionen sind offensichtlich. Doch welche Kosten fallen im Lauf der Zeit sonst noch für ein Produkt an?

Dieser Frage kann man mittels einer Lebenszykluskostenrechnung auf den Grund gehen: Life Cycle Costing (LCC) ist ein Verfahren, das bereits seit den 1930er Jahren angewendet wird.

Von der Idee, über die Entwicklung und Nutzung bis hin zur Rücknahme vom Markt werden die Kosten für einen Artikel errechnet. Besonders in der ökologieorientierten Betriebswirtschaftslehre wird diese gesamtheitliche Betrachtungsweise propagiert. Dadurch können dem Anwender oder Verbraucher die ökonomische und ökologische Vorteilhaftigkeit des Produktes klar kommuniziert werden.

Zur Reduzierung der Entsorgungskosten tragen Rücknahmegarantien oder Recyclingmöglichkeiten bei. Jede Übernahme bzw. Senkung der Folgekosten für den Kunden erhöht andererseits die Kosten für den Produzenten (der versucht sein könnte, sie auf die Allgemeinheit zu übertragen). "There is no such thing as a free lunch".

Für Kunststofffenster wurden die Lebenszykluskosten detailliert erfasst. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass etwa im öffentlichen Wohnbau (Mieter und Vermieter), aber auch in weiten Bereichen der öffentlichen Verwaltung Anschaffungskosten und Wartungskosten von verschiedenen Verrechnungsstellen getragen werden.

Das Resultat: Oftmals wird nicht die Gesamtheit der Kosten optimiert, sondern bloß der Anschaffungspreis.
 

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