Neue Fenster sind der direkte Weg zu spürbaren Heizkosten-Einsparungen und zu mehr Behaglichkeit.
Der Staat fördert die thermische Sanierung von Wohnungen und Häusern. Denn neue Fenster haben besser isolierende Gläser und günstigere Wärmedämm-Werte (UF) als frühere Bauarten.

Heutige Kunststofffenster dämmen drei- bis viermal so gut wie Fenster aus den 80er Jahren. Also werden auch Fenster getauscht, die eigentlich noch gar nicht am Ende ihres Lebenszyklus angekommen sind.

Die Altfenster kommen aus ganz Österreich. Die meisten werden von gewerblichen Entsorgern gesammelt. Der größte Recycler im Land verfügt aber auch über eigene Sammelbehälter und eine Flotte von Schwerfahrzeugen, die das Altmaterial zur Verarbeitung nach Salzburg bringen.

Als erstes wird das Glas entfernt. Die großen Mengen der Profile können nur mit Baggern bewältigt werden. Speziell geschulte Mitarbeiter sorgen für Ordnung und vor allem für Sicherheit im Altstofflager.

Dort sind die Profile noch groß und sperrig. Sie bestehen aus mehreren Materialien: Außen Kunststoff, innen Stahl, dazu Beschläge, Dichtungen und Glasreste.

Eine riesige Hammermühle mit mehr als 1000 PS Leistung zermahlt dieses Materialgemisch zu kleinen Spänen.

Eigens entwickelte Technologien auf Basis physikalischer Gesetze trennen den Materialmix. Förderbänder sorgen für den automatischen Transport von Station zu Station.

Zum Einsatz kommen Magnete, Siebe, Gebläse. So wird Eisen magnetisch aus dem Materialfluss herausgehoben, leichte Teile (Kunststoffe) von schwereren (Metalle, Glas) getrennt.

Um noch verbliebene Fremd-Kunststoffe vom PVC zu unterscheiden, bedient man sich der elektrostatischen Anziehungskräfte: Durch heftiges Rütteln des Kunststoffgemischs reiben die Späne aneinander. Viele Kunststoffarten laden sich dabei elektrisch auf, PVC aber nicht. Ein starkes elektrisches Feld zieht sodann auch kleinste Teile von Störstoffen an sich - sodass der Materialfluss immer einheitlicher wird.

Sobald die Reinheit und die Qualität des Kunststoff-Materials gegeben ist und nur noch PVC-Späne übrig sind, erfolgt als letzter Arbeitsgang die Farbsortierung. Jedes einzelne Korn wird im Vorbeiflug von Hochgeschwindigkeitskameras fotografiert und seine Farbe erfasst. Der Rechner steuert Luftdüsen, die die bunten Kunststoffteilchen aus dem weißen Materialstrom "herausschießen".

Zu guter Letzt wird das Material über eine Absaugstation in "bigbags" abgefüllt und geht als vollwertiger Rohstoff zurück an die Fensterindustrie.

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