Die Umwelt-Produktdeklaration

Eine Lebenszyklus-Analyse (LCA) beschreibt verschiedene Umwelt-Auswirkungen eines Produkts (z.B. Fenster) in diversen Wirkungskategorien.  Vergleichbar sind solche LCAs nur in Ausnahmefällen. Die Umwelt-Produktdeklaration (EPD) geht daher einen Schritt weiter:

Ein „Programmhalter“ – meist ein Institut mit Erfahrung im Erstellen von LCAs – definiert gemeinsam mit den interessierten Parteien – Hersteller, Bauwirtschaft, Behörden, etc. – eine relevante Auswahl an Wirkungskategorien, sowie die Datenquellen und die Regeln für deren Berechnung. Für jede Produktklasse können relevante Kategorien ausgewählt und Regeln (sogenannte Product Category Rules – PCR) erstellt werden.

Auf diese Weise entsteht ein strukturiertes Dokument, das einerseits die Vergleichbarkeit der LCA-Daten von ähnlichen Produkten am Markt erleichtert, und andererseits die Nachhaltigkeitsberechnung für ein ganzes  Gebäude überhaupt erst praktikabel macht.

WICHTIG: Eine EPD ist grundsätzlich eine (freiwillige) Deklaration des Herstellers und somit kein „Gütesiegel“. Natürlich gibt es die Möglichkeit, eine solche EPD auch unabhängig zertifizieren zu lassen. Doch das ist aufwändig und nicht allzu sehr verbreitet.

Viel häufiger findet man „Branchen-EPDs“, in denen repräsentative Durchschnitts-Werte für bestimmte Produkt-Typen dargestellt sind.

Solche Branchen-EPDs haben EPPA und QKE – Qualitätsverband Kunststofferzeugnisse e.V. beim deutschen Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU) für zwei Fenstertypen beauftragt. Weitere Infos und gratis Download unter www.bau-umwelt.de

  • Bookmark and Share