Gesamtmengen (post consumer)
Bei einem Bestand von etwa 60 Millionen Fenstern aus unterschiedlichen Werkstoffen werden jährlich ca. 1,6 Million Altfenster getauscht. Eine Erhebung der GUA – Gesellschaft für umfassende Analysen – ergab, dass zum Zeitpunkt der Untersuchung (2004) bloß 3,1 % der ausgebauten Altfenster aus dem Kunststoff PVC waren.
Dieser Wert von etwa 31.000 Alt-Kunststoff-Fenstern korreliert gut mit einer früheren, 2002 vom Lebensministerium, Sektion V – Stoffstromwirtschaft, Umwelttechnik, Abfallmanagement – publizierten Studie "Behandlungs- und Verwertungswege für PVC-Abfälle":
„…Die derzeit anfallende Menge an PVC-Fenstern beträgt etwa 1-3 % des Gesamt-Altfensteraufkommens in Österreich. Mit einer kontinuierlichen Zunahme dieser Menge in den nächsten Jahre ist zu rechnen. Genaue Abschätzungen sind jedoch schwierig, da zum einen die Lebensdauer der Fenster deutlich höher ist als bisher angenommen und zum anderen die ausgebauten PVC-Fenster z.T. erneut eingebaut werden (meist im Ausland)….“
PVC-Recycling
Sammlung und Recycling von Altfenstern wird z.Zt. überwiegend vom österreichischen Entsorger Reststofftechnik GmbH in Henndorf (bei Salzburg) organisiert. Das Unternehmen übernimmt Fenster aus allen Materialien.
Exakt durch Rechnungen dokumentiert ist das Gewicht der von Reststofftechnik an VEKA Umwelttechnik nach Behringen (Thüringen, D) gelieferten PVC-Alt-Fenster (siehe Tabelle). Aus diesen zweifelsfrei dokumentierten Zahlen lassen sich sowohl die Menge der Altfenster aus PVC wie auch der PVC-Anteil selbst berechnen.
Anm.: Seit Anfang 2006 betreibt Reststofftechnik eine eigene Recyclinganlage für Hart-PVC. Der dabei anfallenden Kunststoff wird vollautomatisch von Metallen, Mineralstoffen, Glas, Fremdkunststoffen usw. getrennt. Das daraus hergestellte Mahlgut steht – farbsortiert nach weiß und bunt – wieder der Profilextrusion zur Verfügung.
Diese österreichische Anlage hat eine Kapazität von 10.000 to pro Jahr. Sie ist neben der Anlage der Fa. VEKA UT die einzige vollautomatische Anlage in Europa.
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Jahr
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Input Gewicht ohne Glas [t]
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Fenster [Stück]*
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Output PVC-Recyclat [t]
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2000
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146
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3.842
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76
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2001
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132
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3.474
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69
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2002
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143
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3.763
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74
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2003
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114
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3.000
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59
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2004
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169
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4.447
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88
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2005
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211
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5.553
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110
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2006
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233
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6.132
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121
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2007
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931
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24.500
|
484
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2008
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1.408
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37.053
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732
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2009
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1.721
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45.294
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895
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*Berechnungsbasis
Das durchschnittliche Gewicht pro Standard-Fenster (1,8 m²) inkl. Rahmenwerkstoff, Stahl-Armierungen, Dichtungen, Beschläge und Kleinteile, jedoch ohne Glas beträgt ca. 38 kg. Der Rahmenwerkstoff PVC hat einen Anteil von durchschnittlich 19,8 kg, somit ca. 52 %.
Standard-Fenstermaß 123 cm x 148 cm, entspricht 1,8 m²; davon
65 % einteilige Fenster Gewicht: 35 kg mit Anteil Kunststoff (17,5 kg = 50 %) 35 % zweiteilige Fenster Gewicht: 45 kg mit Anteil Kunststoff (24,0 kg = 53 %)
Gewichteter Durchschnitt Gewicht: 38 kg mit Anteil Kunststoff (19,8 kg = 52 %)
Verfügbare Mengen
Weil ausgediente Kunststoff-Fenster erst in geringen Mengen anfallen, werden sie nur selten getrennt gesammelt sondern gemeinsam mit Fenstern und Türen aus anderen Werkstoffen entsorgt – statt verwertet (recycliert). Eine konsequente Verwertung durch Recycling ist bei Objektsanierungen organisiert, wenn an der Baustelle größere Mengen Altfenster aus Kunststoff ausgebaut werden.
Die Zweitnutzung von ausgebauten Altfenstern aus Kunststoff hat vor allem in Wien und den grenznahen Bundesländern Bedeutung, d.h. Fensterfirmen werden von Interessenten aus dem östlichen Ausland kontaktiert und vorhandene Bestände abgeholt.
Für viele große Abfall-(Altfenster)-besitzer ist es heute wie in Zukunft eine wichtige und notwendige Aufgabe, die angebotenen Recycling-Lösungen zu nutzen. In den Ausschreibungen, bezogen auf die Demontage der Altfenster, z.B. aus Kunststoff ist der Auftragnehmer zu verpflichten, den Nachweis einer Verwertung durch Recycling zu erbringen. |