Probleme und Lösungen

Die RAL-Fenstermontage zielt auf konkrete physikalische Probleme:

Raumlufttemperatur, Raumluftfeuchte

Die Verbindung zur Mauer (Bauanschlussfuge) muss von innen rundum dauerhaft luftundurchlässig geschlossen werden. Dies verhindert, dass die feuchte, warme Raumluft in die Fuge eindringt, abkühlt und sich Tauwasser und Schimmelpilz bilden.

Wärmedämmung/Schalldämmung

Die mittlere Ebene der Bauanschlussfuge ist vollständig mit Dammstoff auszufüllen (PU-Schaum oder Mineralfaserdammstoffe). Diese Ebene übernimmt den Wärme- und Schallschutz, nicht aber die Funktion der Wind- oder Feuchtigkeitsabdichtung.

Außenlufttemperatur, Regen, Wind etc.

Die Verbindung zum Mauerwerk muss von außen rundum dauerhaft winddicht und schlagregendicht sein. Diese Anforderungen gelten nicht nur für das Fenster, sondern auch für den Bereich Fensterbank-Anschluss. Sollte dennoch Feuchtigkeit von innen eindringen, so muss diese nach außen über die Abdichtung entweichen können (= diffusionsoffen).

Eigengewicht

Die Lastabtragung erfolgt über Tragklotze, die Befestigung erfolgt über Rahmendübel oder Maueranker. Die Befestigungsabstände sind abhängig vom Rahmenmaterial. Nageln entspricht nicht dem Stand der Technik.

Bewegungen der Rahmenkonstruktion/des Bauwerks

Verformungen durch Windbeanspruchung und Gebrauchslasten (dagegen Lehnen), temperaturbedingte Längenänderungen, vom Bauwerk konstruktionsbedingte Durchbiegungen (speziell bei großen Öffnungen) sind durch mechanische Befestigung und Distanzklotze aufzufangen.

Montage Neubau

 

  1. Wärme- bzw. Schalldämmung
  2. Dichtfolie außen, diffusionsoffener als innen (schlagregendicht, winddicht)
  3. Putzanschlussleiste außen oder vorkomprimiertes Dichtband, diffusionsoffener als innen (schlagregendicht, winddicht)
  4. Dichtfolie innen (luftdicht)

 

Je nach Einbausituation können auch andere geeignete Materialien (dauerelastischer Dichtstoff, spezielle Putzanschlussleiste) verwendet werden.

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