Die Stadt Wien möchte auf PVC verzichten und begründet diese Haltung durch ein sogenanntes "Positionspapier des Lenkungsausschusses im Projekt Öko-Kauf-Wien zur Vermeidung von chlororganischen Verbindungen, insbesondere PVC".
Die darin gegen PVC allgemein angeführte Argumentation ist auf Fenster aus PVC nicht anwendbar. Die Autoren vermengen die Eigenschaften von Hart- und Weich-PVC und kennen den aktuellen Stand der Wissenschaft und der Technologie ebenso wenig wie die Existenz des Altfenster-Recyclings.
Kunststoff-Fenster enthalten keine Weichmacher, sind bleifrei stabilisiert und werden am Ende ihres Lebenszyklus rezykliert. Fenster aus PVC stellen daher weder in der Produktion noch in der Verwendung oder der Verwertung ein Umweltproblem dar.
Die Argumentation im Positionspapier des Lenkungsausschusses ist unrichtig, daher erstellte der ÖAKF für seinen Bereich, Kunststoff-Fenster, eine ausführliche Gegendarstellung.
Streicht man langlebige Produkte aus Hart-PVC - insbesondere Kunststoff-Fenster - aus den Optionen der Stadt, so führt dies insgesamt zu einer Verlangsamung der thermischen Sanierungen des Wohnungsbestandes bzw. der thermischen Optimierung von Neubauten in Wien.
Eine undifferenzierte Vermeidung von PVC ist umweltmäßig kontraproduktiv.